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Ulrike Pisch

Atmosphères Malerei

Sa., 11. Juli 2026So., 18. Oktober 2026

Einladung zur Ausstellungseröffnung

Ulrike Pisch

ATMOSPHÉRES

Malerei

am Freitag, 10. Juli 2026, um 19.30 Uhr

im Richard Haizmann Museum, Niebüll

Begrüßung und Einführung

Dr. Christian Schulz

im Gespräch mit der Künstlerin Ulrike Pisch

Bente Kahan, Wroclaw

Gitarre und Gesang

 

Die Sonderausstellung „Atmosphéres“ zeigt Malerei der Berliner Künstlerin Ulrike Pisch. Die Auswahl umfasst neben einer umfangreichen Werkübersicht auch ein interdisziplinäres Projekt in Kooperation mit der Sängerin Bente Kahan, Wroclaw. Es ist der jüdischen Poetin Ilse Weber 1944 ermordet in Auschwitz) gewidmet, deren Gedichte Bente Kahan in ihrem Album „Wie ist die Welt so stille“ vertont hat und ihnen ihre Stimme leiht, und die in der Folge von der Malerin bildnerisch verarbeitet wurden. Die Gedichte Ilse Webers sprechen schonungslos über das Leben im Ghetto Theresienstadt. Eine Auswahl dieser Lieder wird Bente Kahan im Rahmen der Ausstellungseröffnung zu Gehör bringen.

 

Die Maltechnik der Künstlerin Ulrike Pisch zeichnet sich durch eine experimentelle und zugleich atmosphärisch dichte Bildsprache aus. Im Zentrum ihres künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit Farbe, Licht und emotionalen Erinnerungsträumen. Dabei verbindet sie figurative Elemente mit einer freien, gestischen Malweise, die den subjektiven Charakter ihrer Bildwelten betont.

Charakteristisch für Pischs Arbeiten ist der variierende Farbauftrag. Sie arbeitet sowohl mit pastosen, stark strukturierten Schichten als auch mit lasierenden, beinahe aquarellhaft wirkenden Farbflächen. Durch diese Gegenüberstellung unterschied-licher malerischer Qualitäten entstehen spannungsreiche Oberflächen, die den Bildern eine besondere Tiefenwirkung verleihen. Die Künstlerin nutzt Frbe nicht allein zur Darstellung von Gegenständen, sondern als eigenständiges Ausdrucksmittel zur Vermittlung von Stimmungen und Erinnerungen.

Ihre Gemälde basieren häufig auf persönlichen Erlebnissen, Reiseeindrücken und alltäglichen Beobachtungen. Die Motive werden jedoch nicht dokumentarisch wiedergegeben, sondern in poetische und oftmals traumähnliche Bildräume transformiert. Spontaneität und Offenheit spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Malerei von Ulrike Pisch bewegt sich somit zwischen Gegenständlichkeit und freier Interpretation und eröffnet dem Betrachter vielfältige Möglichkeiten der Wahr-nehmung und Assoziation. Durch den sensiblen Umgang mit Farbe, Licht und malerischer Struktur entwickelt sie eine unverwechselbare Bildsprache, die emotionale Erfahrungen in visuelle Form übersetzt.

Veranstalter: Richard Haizmann Museum