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Peter August Böckstiegel (1889 – 1951) – EXPRESSIONISMUS

Werke aus der Sammlung Bunte

9. September 202223. Oktober 2022

 

Die neue Ausstellung im Richard Haizmann Museum zeigt 50 Werke von Peter August Böckstiegel aus der Sammlung Bunte. Die Sammlung Bunte vereint eine große Spannbreite an Werken, so sind Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Grafiken im Richard Haizmann Museum zu sehen.

Der 1889 geborene Bauernsohn Böckstiegel war Schüler von Ludwig Godewols (1870 – 1926), der an der 1907 in Bielefeld gegründeten und durchaus fortschrittlich orientierten Kunsthandwerkerschule lehrte. Böckstiegel wurde schon früh als wichtigstes Mitglied der Godewols-Klasse wahrgenommen. Er begeisterte sich wie viele junge Künstler seiner Generation für Vincent van Gogh und für den Expressionismus der „Brücke“. Um sein Studium im Geist dieser Künstler fortzusetzen, ging er 1913 nach Dresden und führte dort bis 1945 sein Atelier.

Die Sammlung Bunte vereint dabei mehrere Hauptwerke aus Böckstiegels Frühwerk. Allein aus dem Jahr 1912, in dem die Godewols-Klasse die „Sonderbund“-Ausstellung in Köln besuchte, zeugen das „Winterbild mit Bauernhäusern“, das „Bauernmädchen aus Arrode“ und das „Erntefeld“ von Böckstiegels künstlerischer Qualität. Weiterhin zu sehen sind Werke, die deutlich vom Expressionismus beeinflusst sind, darunter das frühe Gemälde „Mundharmonikaspieler“ und das Aquarell „Kopf Thorlümke mit Filzhut“, dieser ist Teil einer bemerkenswerten Serie von markanten Bauernköpfen. Ebenfalls zu sehen sind Werke Böckstiegels, die erst in den vergangenen Jahren auf dem Kunstmarkt auftauchten. Besondere Bedeutung hat dabei das „Stillleben mit Pickelhaube“ von 1915 aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Ein besonders qualitätvolles Beispiel für die expressionistische Druckgrafik der Jahre nach dem Krieg ist der großformatige Holzschnitt „Klage der Frauen von 1919“.

 

Veranstalter: Richard Haizmann Museum