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Das Haus
Der Eingang
Das Foyer (mit Werk von G. Zachariasen)
Das Foyer (mit Werk von G. Zachariasen)
Der Flur zum Nebeneingang
Nebeneingang vom Foyer aus gesehen
Architekturdetails
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Richard Haizmann Museum, das Haus

Das Richard-Haizmann-Museum am Rathausplatz in Niebüll wurde in dem 1927/28 gebauten alten Rathaus eingerichtet. Der Niebüller Architekt Friedrich Ströh entwarf es gemeinsam mit Johannes Lorenzen. Der in seiner Erscheinung straffe, zweigeschossige Backsteinbau mit seinem tief herabgezogenen, unten ausschwingenden Walmdach steht in der Tradition landschaftsgebundenen Bauens, die der Baupflegeverein Tondern 1908 wieder aufnahm. Der blockhafte, allein durch Fensterachsen streng gegliederte Baukörper wendet sich mit einem rundbogigen Portal in der Mitte gegen den Platz, das von einem Zwerchhaus übergiebelt wird.  Die sparsamen Schmuckformen der einfachen Gesimse, kleinteilige Sprossenfenster und die Zackenbänder über den kassettierten Türen spiegeln die Entstehungszeit des Hauses.

Nach der Fertigstellung des neuen Rathauses im Mai 1985 auf der gegenüberliegenden Platzseite, auf dem Grundstück des alten Amtsgerichts, begann der Umbau des seit Dezember 1984 unter Denkmalschutz stehenden alten Rathauses zum Museum. Im Erdgeschoß befinden sich jetzt fünf Ausstellungsräume, die jeweils vom quer orientierten Foyer aus betreten werden können; zum sechsten Raum im Obergeschoß wurde später ein Aufzug eingebaut. Das Obergeschoß beherbergt die Dauerausstellung der Werke Richard Haizmanns. Das Erdgeschoß wird für wechselnde Ausstellungen moderner Kunst genutzt. Diese  Ausstellungen werden jedes Jahr ergänzt durch zwei Ausstellungen, die der Kunstverein Niebüll in eigener Regie durchführt.

Wichtig bei der Gestaltung des Inneren waren die Rekonstruktion der indirekten Beleuchtung und die Wiederherstellung der vom Expressionismus bestimmten Ornamente, insbesondere jener an den Türen. Schließlich mußten die Einrichtungsgegenstände sowohl in Verbindung zur Architektur als auch zur bereits vorhandenen Kunstsammlung stehen: Neben eigens angefertigten Objekten deutscher Firmen kam das Design aus Dänemark, Italien und der Schweiz. Die wesentlich von den Formen der zwanziger Jahre geprägten Werke Richard Haizmanns finden in diesem Haus eine adäquate Umgebung.

Letze Änderung: 07. 12. 2017